Niedersachsen macht den Weg frei für Selbsttestungen in den Schulen

Ab Montag, dem 22.03.2021, können sich neben den Schulbeschäftigten auch Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen selbst auf das Coronavirus testen. Zum Start der „Testwoche“ vor den Osterferien werden dafür die ersten 400.000 Testkits an die ersten Schulen ausgeliefert. Bis zu weitere 1,2 Millionen Selbsttests sollen dann in der kommenden Woche folgen.

Für die Wolfsburger SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer stellt die Testung in den Schulen einen wichtigen Schritt hin zur Normalität dar:

Mit den Selbsttests wird ein weiterer Baustein in der Niedersächsischen Sicherheitsstrategie umgesetzt, um wieder etwas mehr Normalität an den Schulen zu gewährleisten. Im Idealfall können so Personen entdeckt werden, die sich bereits mit dem Corona-Virus infiziert haben und noch keine typischen Symptome zeigen. Damit können frühzeitig Maßnahmen ergriffen und eine Verbreitung des Virus in der Schule verhindert werden.

Die Selbsttests können von den Schülerinnen und Schülern, sowie vom schulischen Personal in der Schule oder zu Hause durchgeführt werden — und das ohne große medizinische Vorkenntnisse. Dazu wurde ein Informationspaket mit grundlegenden Hinweisen zur Teststrategie in Form einer Rundverfügung, einem Durchführungskonzept für die Testungen, sowie zahlreichen Vordrucken für Einwilligungserklärungen an alle niedersächsischen Schulen verschickt. Vorerst werden die Selbsttests aber erst einmal in der Testwoche vor Ostern auf freiwilliger Basis stattfinden.

Diese ersten Testungen sollen dabei dem Ausprobieren und der Vorbereitung auf die regelmäßige Selbsttestung nach den Ferien dienen, wie Glosemeyer weiß:

Mit dem Ende der Osterferien geht die Schul-Teststrategie dann in die Umsetzungsphase. Konkret bedeutet das dann: regelmäßige und kostenlose Selbsttestungen für Schülerinnen und Schüler und für das Personal. Ergänzend können anlassbezogene Testungen durchgeführt werden, beispielsweise nach den Ferien, bei hohen regionalen Inzidenzen, oder bei konkreten Infektionsfällen.

Auch Iris Bothe, Bildungsdezernentin der Stadt Wolfsburg, begrüßt den Einsatz der Testkitsan den Schulen: „Die Einführung von Selbsttestungen an Schulen dient der Verbesserung des schulischen Infektionsschutzes. Je mehr Personen sich testen, umso geringer wird die Anzahl der unentdeckt positiven Fälle sein. Damit hat man die Interessen der Kinder und Jugendlichen nicht aus den Augen verloren.“

Vorbehaltlich der Marktlage und Einhaltung von Lieferfristen sollen bis zum Ende der Osterferien rund drei Millionen Selbsttests direkt an die Schulen gehen. Danach sind regelmäßige Lieferungen mit verbleibenden Stückzahlen vorgesehen, um den Bedarf bis zu den Sommerferien abzudecken.